Als die WAZ Gruppe letztes Jahr mit ihrem neuen Portal “Der Westen” online ging, hoffte man darauf, dass mit dem dem “Web 2.0″ Trend auch die Leserschaft erreicht wird, die Papierzeitungen kaum noch kennen. (Heute wird fast ausschließlich über das Interne kommuniziert: E-Mail, Instant-Messanger, Foren. Sein Wissen holt man sich nicht mehr aus einen gedruckten Lexikon sonder von Wikipedia oder anderen online Lexika.)
Dazu wurde noch Katarina Borchert ins Boot geholt, es wurden viele Millionen Euro in ein neues Online-Portal gesteckt, in dem alle Zeitungen, die vorher einen Einzelauftritt hatten, zusammengelegt wurden. Das Angebot vereint 140 Städte-Seiten, bestückt von 90 Lokalredaktionen und über 800 Journalisten. Die Leser des Portals, oder besser “user”, können sich dort ein eigenes Profil anlegen, wenn man will bekommt man auch einen Blog und kann am Forum teilnehmen.
Und eben dieses Forum des Portals scheint die WAZ schon aufgegeben zu haben. Während anfangs noch die “Moderatoren” alles im Griff hatten, scheint es nun soweit, dass alles aus dem Ruder läuft. Mittlerweile sind die Foren ein Tummelplatz für Rechtsradikale und Antisemiten aus ganz Deutschland geworden. Eine E-Mail an die Redaktion, ob man denn dort nicht mal langsam reagieren sollte, wurde nie beantwortet. Wenn man bedenkt, dass einzig und allein die WAZ die rechtlichen Konsequenzen trägt, wenn es aufgrund der Vorfälle in den Foren zu einer Anzeige kommen sollte, verstehe ich nicht, warum dort keiner reagiert. Gewollt wird das, so hoffe ich, wohl kaum sein,
Wenn jedoch das hinweisen auf Kommentare wie diese:
http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?p=506821#506821
Zitat:
Unter Tierzüchtern und -liebhabern wird auf jeden Fall die Rasse gewahrt. Warum soll das bei den Menschen anders sein!? Warum muß das “Heil” unbedingt in der Vermengung und Vermischung gesehen werden? Alles schöne Theorien, aber doch sehr praxisfern! Wird der Menschheit hier nicht etwas aufgezwungen, was sie im Grunde gar nicht will, auch gar nicht auszuhalten im Stande ist? Und worüber es bis ans Ende aller Menschheits-Zeiten immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen kommen wird?
Die zunehmende Vermischung von Volksgruppen kann man in Deutschland schon beobachten. Der Deutsche im Jahr 2100 wird sich von der Physiognomie erheblich von einem Deutschen des Jahres 2008 unterschieden.
Das sind keine “schönen Theorien”, das ist eine Konsequenz der rot-grünen Ideologie des Multikulturalismus, die darauf abzielt, das deutsche Volk abzuschaffen, indem man ihm seine ethnische Identität nimmt.
also in meinem Geschichtsbuch steht nicht das wir Auffangbecken für die Unterschichten aller Herren Länder sein sollen…
@ oranjeboven…- ik hou van je! nein, super!!!
ich bin in scheveningen gross geworden und dan soll ja keiner sagen ich wäre ein deutscher in dem sinne. meinen opa haben die deutschen besatzungmächte damals einkassiert und zur zwangsarbeit verpflichtet!!!!
aber trotzdem finde ich DAS dies eine diskussion ist die keinen wert hat da niemand von denen DAS lesen kann!
mein iltal. arbitskollege ist über 30 jahre in deutschland beruflich aktiv. na, der versteht heute noch kaum was und ihn zu verstehen bedarf eines übersetzers…- DAS vesrteh ich auch nicht!
ein anderes thema ist die gemeinde zugewanderter muslime wo die frau niemals deutsch lernen wird!!!
es wird ihr verboten mit ungläubigen zu reden…
kopftuch und irgend ein geschwafel was niemand versteht! die verstehen aber bei antwort auch kein wort…
DIES ist gewollt von den muslimen und bestimmt kein einzelfall [...]
- das sind menschen die aus dem busch kommen.
meine meinung: egal…- dann sollen sie kommen aber sich bitte schön anpassen an unsere deutschen gepflogenheiten!
und WER nicht…- briefmarke auf arsch und wech damit!!! so was brauchen wir hier nicht!! egal welche nationalität!!!
verbrecher gehören weggesperrt oder abgeschoben…
DA muss MAN ja wohl nichts schön reden! …- ab dafür!
leider tut sich die BRD auf grund ihrer vergangenheit echt schwer mit solchen sachen…- da sind immer noch mehrfachtäter auf freiem fuss sowie totschläger und mörder!!!
woher DIESE NUN kommen? :-)
na, ich denke jeder weis was ich meine..
Als Freiheitlicher toleriere ich die Gründung, mag meine Meinung auch in einigen Feldern abweichen. Bzw. könnte man mich als politischer Feind, bzw. Opfer der antidemokratischen Haltung dieser Partei einschätzen.
Ich glaube, nennt mich dumm, immernoch an die Wende. Eine Wende die bewirkt, dass Mensch nachdenkt was er wählt.
Vielleicht kriege ich ja dann nicht mehr zu hören:
,,Ich habs satt, dass mein Kind das einzig deutsche in seiner Stufe ist, guck dir unser Wohngebiet an, was ist passiert”
,,und was wählst du?…”,,SPD oder Die.Linke”
Mit den Augen rollen
Gute Nacht, armes Volk.
Automen Nationalisten dürfen ihr braunes Gedankengut kundtun:
Antisemiten wird dort auch eine Plattform geboten:
Gerade im Politik-Forum sind Sprüche wie dieser “Und solange nicht zu Gewalt aufgerufen wird, ist gegen Ausländerfeindlichkeit doch wohl nichts einzuwenden” zu finden. Gelöscht wird es allerdings nicht. Auch den Rechtsextremen wird dort immer wieder eine Plattform geboten:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2008/6/4/
news-52814107/detail.html#199830
Dort schreibt auch ein anderer User:
Sie reden Schwachsinn. In unsere abendländische Kultur gehört keine Moschee. Es gibt das Recht auf Religionsfreiheit- aber nicht das Recht auf den Bau einer Moschee. In den Moscheen wird doch teilweise Hass gepredigt. Es gehört keine Moschee in die Schüngelbergsiedlung. Sollen sie doch in die Türkei- da können sie so viel Moscheen haben, wie sie wollen.
#4 von ****, am 29.05.2008 um 22:22
Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind. Wir müssen aufpassen. Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit – Keine Zensur!
Eine kurze Anmerkung: Es war nicht meine Absicht, ständig
über diese Themen in diesem Blog zu schreiben.
Aber wenn wir alle immer nur schweigen, bekommen
wir irgendwann die Quittung dafür!
(Malte)



Es ist wirklich ungeheuerlich, was die Betreiber des WAZ-Forums alles durchgehen lassen müssen. Es ist in der Tat sehr schwierig, ein derartig frequentiertes Forum so zu verwalten.
Dennoch nimmt die Äußerung von faschistischen Gedanken wirklich Überhand.
Mein Vorschlag wäre, das Forum zu schließen und nur noch die Kommentarfunktionen zu den Artikeln zuzulassen. Das setzt wenigstens voraus, dass einige Texte noch gelesen werden.
LG
Sandra
Tja, das ging ja jetzt schnell, wie die WAZ reagiert hat! Erfreulich…
[...] Input-Beitrag hierfür stammt übrigens von Hometown Glory (der mich übrigens gerne mal in seine Blogroll aufnehmen darf) und seine Erfahrungen mit den [...]
Wie meinen? Mein Artikel ist gerade frisch fertig!
Welche Reaktion?
Das Community-Management reagiert auf jede Meldung bezüglich Kommentare bzw. Forenbeiträge.
Die Richtlinien bezüglich einer offline Stellung von Forenbeiträgen, können Sie unseren Forenregeln entnehmen.
Das Community-Management bewegt sich bei der Administration von User-Beiträgen im Spannungsfeld von justiziablen Beiträgen, die sofort offline gestellt werden und dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das Sie mit Ihren Wau Holland Zitat auch einfordern. Einerseits soll keine Zensur geübt werden und dann aber wieder doch und wenn möglich einseitig?
Im Übrigen gilt eine restriktivere Kommentar-Administration für alle Kommentare, ohne Ansehen der politischen Orientierung.
Ist das offline Stellen in jedem Fall die adäquate Reaktion, nach dem Motto “wenn ich nur lange genug die Augen ganz fest zu machen, dann wird es schon weggehen?“ Hier muss das Schweigen auch an der richtigen Stelle gebrochen werden. Wo sind die Stimmen gegen Rechts?
Ihre fortgesetzten Unterstellungen führe ich auf mangelnde Fachkenntnis bezüglich der Arbeitsweise eines Community-Managements zurück.
“Das Community-Management reagiert auf jede Meldung bezüglich Kommentare bzw. Forenbeiträge.”
Das stimmt ganz einfach nicht. Und anstelle hier die User anzupflaumen welche solche Beobachtungen gemacht haben, sollte Frau Guttmann vielleicht einmal hinterfragen warum so viele Menschen unterschiedlicher Couleur, zu den hier vertretenen Auffassungen kommen.
“Ihre fortgesetzten Unterstellungen führe ich auf mangelnde Fachkenntnis bezüglich der Arbeitsweise eines Community-Managements zurück”
Frau Guttmann, ich denke nicht das Sie das Beurteilen können, aber das ist ein anders Thema! Die Beiträge oben standen dort mehrere Tage, ein aufmerksam machen hat nichts genutzt.
Wenn Sie(die WAZ) diesen Leuten mit dem Grundsatz der “freien Meinungsäußerung” eine Bühne bieten möchten, müssen sie mit der Kritik rechnen. Übrigens: Faschismus ist keine Meinung, es ist ein Verbrechen!
Und hier nach Stimmen gegen Rechts zu fragen ist schon fast eine Frechheit!
Gruß
Malte
@Hometown Glory und Dennis: Das Community-Managemnt überprüft jeden gemeldeten Beitrag.
Ich frage nach Stimmen gegen Rechts auf anderen Portalen, beispielweise DerWesten und anderen Nachrichten-Seiten.
So, noch einmal mit mehr Ruhe (und konstruktiver Absicht):
Es wäre sicher nicht verkehrt wenn die WAZ-Mediengruppe, vielleicht durch Frau Guttmann den Kritikern der gegenwärtigen Dynamik, ihr Konzept einmal erklärt. Die bisherigen Informationen widersprechen jedenfalls Frau Guttmanns Stellungnahme.
So wurde mir noch vor einigen Monaten aus einer Redaktion der WAZ mitgeteilt das die Verwaltung der Foren Mitarbeitern der Printausgabe auferlegt wurde. Womit diese allerdings zeitlich schlichtweg überfordert waren (und scheinbar auch sind). Eine Verbesserung (hinsichtlich der Meldefunktion) trat zwischenzeitlich ein – deutete aber auch nicht auf ein professionelles Konzept hin. Die diesbezüglichen Reaktionen kamen nämlich vom E-Mailkonto der Praktikanten von WestEins. Scheinbar scheint das Praktikum ausgelaufen zu sein…. .
Desweiteren muss ihr darauf hingewiesen werden das es zur Verwaltung einer Community nicht alleine genügt eine Meldefunktion zu installieren und darauf zu warten das evtl. Verfehlungen gemeldet werden. Ein Mindestmaß an aktiver Beobachtung der Vorgänge im eigenen Forum ist schlichtweg eine Notwendigkeit. Das würde im Falle eines Falles auch ein Richter zu dem Forumsbetreiber sagen.
Über Frau Guttmanns Gleichsetzung anderer politischer Äußerungen mit Äußerungen des rechten Rands äußere ich mich jetzt nicht.
Zusammengefasst spekuliere ich derzeit, zu Gunsten der Mitarbeiter von DerWesten.de, dass es schlichtweg an Kompetenz und Kapazität fehlt.
Frau Guttmanns Stellungnahme entnehme ich dass sie der Ansicht ist dem wäre nicht so. Wenn das die Position der WAZ-Mediengruppe ist dann haben wir ein Problem.
Mein Vorschlag wäre das wir das einmal gesittet in angemessenem Rahmen diskutieren. Gäbe es hierfür Interesse? Dann würde ich meinen grünen Kreisverband mal fragen ob er uns einen Termin dafür macht, denn zufälligerweise interessiert das Thema meine Parteifreunde auch schon länger und vor allem brennend.
Wären Sie da die richtige Ansprechpartnerin Frau Guttmann?
@Dennis: das würde sich auch decken mit aussagen aus den kleineren Redaktionen. Entweder es fehlt die Zeit oder sie können es schlichtweg nicht.
@Hometown
nun ja, aber ihre Stellungnahme impliziert ja das dies nun professionell geregelt ist, damit kann ja wohl das von uns erfahrene nicht übereinstimmen.
Na, dann warten wir mal ab….!
Sicher. Aber die Idee sollten wir festhalten. Ist sowieso demnächst Schwerpunktthema bei uns, dann machen wir einen Gesprächstermin und laden jemanden von der WAZ dazu ein.
@Dennis:Dafür bin ich die Ansprechpartnerin. Wenn Sie mögen Mail an j.guttmann[at]derwesten.de
Ja dann machen wir das doch Frau Guttmann, ich melde mich sobald ich näheres weiß.
Dann erst einmal ein schönes Wochenende.
LG Dennis
@Dennis: Wunderbar! Auch ein schönes Wochenende!
Schön, das wir das geklärt haben!