“Chrostos” heißt er. Und er ist das neue Wahrzeichen des Hof Holz. Die Christus-Figur am Kreuz, die ganz aus rostigem Metall gearbeitet ist, wurde heute morgen aufgestellt. Der Initiator, Christoph Porsch, hatte allen Grund zur Freude. Viele Monate unterstützte er die Künstler Gaby Frisch und Günter Schmidt bei ihrer Arbeit an dem rostigen Sohn Gottes.
Während seiner Reisen auf dem Jacobsweg wurde Christoph Porsch bewusst, dass Gelsenkirchen eine solche christliche und künstlerische Landmarke brauche. „Ich möchte in Gelsenkirchen kulturelle Akzente setzen“, so der Mäzen, für den sich der Hof Holz als Standort zweifach anbot. „Speziell für den Hof Holz hat ein solches Kreuz große Bedeutung, weil hier die christlichen Werte praktiziert werden. Darüber hinaus haben alle westfälischen Höfe ein Hofkreuz – nur hier gab es keins.“
Und da der Unternehmensberater selbst kein Künstler ist, entschied er sich, als Mäzen aufzutreten. Und damit will er auch gesellschaftlich Akzente setzen. “Wir leben in einer Zeit, in der die Fördermittel für kulturelle Zwecke permanent gekürzt werden. Da ist es die Pflicht eines jeden Bürgers, der über entsprechende Möglichkeiten verfügt, etwas dafür zu tun, dass diese Stadt nicht kulturell verödet“, sagt der Mäzen Porsch.
Die drei Hauptakteure sind zufrieden mit der Skulptur, die das Potenzial hat, zu polarisieren. „Es sollte anstößig sein – im Sinne von Anstoßen“, erklärt der Mäzen Porsch. In Kürze wird neben dem Kunstwerk eine kleine Bank aufgestellt. So soll für die Besucher ein Ort der Ruhe entstehen. Ein Ort der Besinnung und des Austausches.
Über was dann aber tatsächlich am Fuße des “eisernen Mannes” gesprochen wird, das wird die Zeit zeigen.

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Christoph Porsch am Samstag auf dem Hof Holz

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