„Dass Du ein alter Nazi bist, wissen wir doch!” Wolfgang Meyer (Die Linke) zu Kevin Gareth Hauer (früher: REP, heute: Pro GE) am 4. November 2007 am Rande einer Demonstration gegen eine „multikulti-kritischen Anhörung zum Thema Zuwanderung” am Zaun des Gafög-Gebäudes an der Emscherstraße

„Im Namen des Volkes” hat das Oberlandesgericht Hamm im Juli 2008 verkündet, dass diese Äußerung nicht strafbar ist und damit ein anderslautendes Urteil des Landgerichts Essen kassiert (wir berichteten). Hauer hat angekündigt, das Urteil anzufechten. Inzwischen liegt die schriftliche Urteilsbegründung vor.

Jung und dynamisch gibt er sich – mit einem kräftigen Händedruck: Kevin Gareth Hauer, der OB-Kandidat der Republikaner (REP). Konkrete politische Vorstellungen sind ihm allerdings kaum zu entlocken.

Der Zerfall der Republikaner setzt sich ungebremst fort: Die REP-Landesvorsitzende Ursula Winkelsett hat ein Parteiordnungsverfahren gegen den Gelsenkirchener Kreisvorsitzenden und Stadtverordneten Kevin Hauer eingeleitet – mit dem Ziel seines Ausschlusses aus der Partei.
Der Rat ist endgültig REP-freie Zone: Das zuständige Landesschiedsgericht der Republikaner hat den Gelsenkirchener Stadtverordneten Kevin Gareth Hauer (28) wegen “parteischädigendem Verhalten” ausgeschlossen.

„Biedermann und die Brandstifter” heißt ein Drama von Max Frisch. Zumindest die Rolle des (geistigen) Brandstifters ist zurzeit in Gelsenkirchen besetzt: mit Kevin Gareth Hauer, dem früheren Republikaner und aktuellem Pro-NRW-Aktivisten. Mit seiner Gruppierung setzt er alles daran, Feuer zu legen. Sprich: das gesellschaftliche Klima zu vergiften und auf dem Rücken von Minderheiten (diesmal: Muslime) Politik zu machen.

Bei einem Grünkohlessen (!) hat der von den Republikanern ausgeschlossene Stadtverordnete Kevin Gareth Hauer (28) die Basis für die Gründung einer “Bürgerbewegung pro Gelsenkirchen e.V.” gelegt. Unterstützung zugesichert worden sei ihm an diesem Abend von Judith Wolter, Ratsfraktions-Chefin der “Bürgerbewegung pro Köln”, erklärt der Student und Reserveoffizier. Wie berichtet, liegen laut NRW-Verfassungschutzbericht 2005 “tatsächliche aktuelle Anhaltspunkte vor, die … den Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung … bei ,Pro Köln’ begründen”.

Etwa 40 Gegendemonstranten protestierten gestern Nachmittag vor dem Gafög-Gebäude, in dem sich der Ratssaal befindet, gegen eine Veranstaltung des rechtspopulistischen Vereins Pro-Gelsenkirchen. Der Vorsitzende und einst von den REP ausgeschlossene Ratsherr Kevin Gareth Hauer hatte zu einer “multikulti-kritischen Diskussionsveranstaltung” in den Ratssaal geladen. Die Polizei zählte rund 90 Besucher. Ein Großteil von ihnen kam in einem Reisebus mit Kölner Kennzeichen.

Copyright: digi-kunst.de. bei dem Bild handelt es sich um eine Karikatur. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig!

Copyright: digi-kunst.de. bei dem Bild handelt es sich um eine Karikatur. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig!

[Wahlen 2009//Teil 3.]

Die Presse aus Gelsenkirchen weiß so einiges zu Berichten über Kevin Gareth Hauer von der Bürgerbewegung “Pro-Gelsenkirchen” bzw. dem Pro-NRW Kreisverband Gelsenkirchen. Der ehemalige Stadtverordnete der Republikaner gründete vor einiger Zeit bei einem “Grünkohlessen” die “Bürgerbewegung pro Gelsenkirchen e.V.” (Grünkohl wird auch Braunkohl genannt, wie witzig!). Der ehemalige Bundeswehr-Soldat wollte sich nach seiner Dienstzeit politisch engagieren, da ihm die CDU aber nicht zusagte, wechselte er ins Lager der Reps.

Aber auch dort sollte Hauer keine “Heimat” finden:

[Zitat Presse 14.10.2006]

Der Zerfall der Republikaner setzt sich ungebremst fort: Die REP-Landesvorsitzende Ursula Winkelsett hat ein Parteiordnungsverfahren gegen den Gelsenkirchener Kreisvorsitzenden und Stadtverordneten Kevin Hauer eingeleitet – mit dem Ziel seines Ausschlusses aus der Partei.

Sollte Winkelsett Erfolg haben, wären die Partei der Republikaner de facto nicht mehr im Rat vertreten – nachdem sie 2004 in Fraktionsstärke (drei Mitglieder) ins Stadtparlament eingezogen war. Wie berichtet, waren zwei REP-Stadtverordnete 2005 aus der Partei ausgetreten und machten damit Hauer zum Einzelkämpfer (siehe Kasten).

Worum geht’s im aktuellen Streit? Das ist, wie so häufig bei dieser Partei, für Außenstehende schwer nachzuvollziehen. Auf Anfrage der WAZ erklärt Ursula Winkelsett, dass sie wegen des “schwebenden Verfahrens” nichts sagen wolle. So viel verriet sie dann doch: Es gehe um “grobe persönliche Verfehlungen” des Gelsenkirchener Kreisvorsitzenden, sagte die bereits seit 2004 mit Hauer im Clinch liegende Winkelsett.

Und Hauer? Legte auf WAZ-Anfrage eine schriftliche Erklärung vor, die mit dem auf die “doppelzüngige” Winkelsett gemünzten Satz endet: “Sie ist von Hass zerfressen auf jeden, der ihr nicht die Füße küsst.” Hauer widerspricht zudem der Darstellung der Landesvorsitzenden, dass der Gelsenkirchener Kreisvorstand nicht hinter ihm stehe: “Die Mehrheit ist für mich.” Kevin Hauer, (noch?) REP-Chef

Und später:

[Zitat Presse 25.01.2007]

Der Rat ist endgültig REP-freie Zone: Das zuständige Landesschiedsgericht der Republikaner hat den Gelsenkirchener Stadtverordneten Kevin Gareth Hauer (28) wegen “parteischädigendem Verhalten” ausgeschlossen.

Hauer habe die Widerspruchsfrist verstreichen lassen, so die Landesvorsitzende Uschi Winkelsett zur WAZ. “Damit ist der Ausschluss rechtskräftig.” Der REP-Landesverband werde in Kürze kommissarisch einen neuen Parteivorsitzenden für Gelsenkirchen einsetzen

Ratsherr Hauer – das Mandat ist an die Person, nicht an die Partei gebunden – orientiert sich inzwischen offenbar in eine neue Richtung: Für den 27. Januar kündigt der Horster ein “Traditionelles Grünkohlessen” an. “Dort werden neue Weichen für die kommenden Jahre gestellt”, kündigt Hauer an. Als Gastrednerin habe er unter anderem Judith Wolter von Pro Köln verpflichten können. Pro Köln ist ein vom Verfassungsschutz NRW beobachteter Verein, der bei der Kommunalwahl 2004 mit vier Mitgliedern in den Rat der Domstadt eingezogen ist. Laut Verfassungschutzbericht 2005 “liegen tatsächliche aktuelle Anhaltspunkte vor, die … den Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung … bei ,Pro Köln’ begründen”.

Wie berichtet, waren bereits die für die Republikaner in den Gelsenkirchener Rat eingezogenen Manfred Hermann und Michael Stratmann der Partei von der Fahne gegangen. Sie gründeten nach ihrem Austritt zusammen mit dem WIR-Stadtverordneten Heribert Kowalewski eine neue Fraktion.

Tja, nun ist es also “Pro-NRW, Kreisverband Gelsenkirchen” und was ist eigentlich passiert seit dem? Nicht viel, aber um genau zu sein NICHTS. Wer glaubt, dass Hauer auch nur ein wenig dazu beiträgt, dass es mit Gelsenkirchen vorwärts geht, der wird enttäuscht. Denn außer ein paar Anträgen die K.G. Hauer im Rat der Stadt Gelsenkirchen gestellt hat, ist nichts passiert. Es wird ja oft behauptet, das würde “so” nicht stimmen, aber man kann es überprüfen, und zwar hier: https://pv-rat.gelsenkirchen.de/, dort einfach mal den Namen eingeben (Recherche)! Für jemanden, dem diese Stadt angeblich “so am Herzen liegt”, hat er reichlich wenig zu sagen. Und das was er dann ab und an mal zu sagen hat, ist schon fast mit dem Wort “peinlich” zu bezeichnen!

Aber was will dieser Mann eigentlich? Sicherheit, Ordnung und uns warnen vor der “Islamisierung” unserer Stadt! Aber nicht nur hier, nein, in ganz Deutschland drohen uns gefahren von Migranten und deren Moscheen, in denen nur Hass gepredigt wird. Und Verbrechen werden in unserer Stadt NUR von “Migranten” begangen! Kevin Gareth Hauer möchte uns mit seiner Bürgerbewegung vor diesen Gefahren schützen, wie nett vom ihm!

Da stört es ihn wenig, dass er als “„Biedermann und die Brandstifter” bezeichnet wird, denn er glaubt, das, was er tut, ist das Richtige. Aber ist es wirklich richtig, sich vor Schulen zu stellen und Flugblätter an “Kinder” zu verteilen, oder, wie seinen Parteifreunde von Pro-NRW es tun, DVDs mit ziemlich zweifelhaften und grausamen Bildern, ebenfalls an Kinder vor Schulen? Wohl kaum! Da wundert es nicht, dass es Menschen gibt die K.G. Hauer als “alter Nazi” Tttulieren und dafür auch noch Zuspruch von höchstrichterlicher Stelle bekommen:

[Zitat Presse: 20.09.2008]

„Dass Du ein alter Nazi bist, wissen wir doch!” Wolfgang Meyer (Die Linke) zu Kevin Gareth Hauer (früher: REP, heute: Pro GE) am 4. November 2007 am Rande einer Demonstration gegen eine „multikulti-kritischen Anhörung zum Thema Zuwanderung” am Zaun des Gafög-Gebäudes an der Emscherstraße

„Im Namen des Volkes” hat das Oberlandesgericht Hamm im Juli 2008 verkündet, dass diese Äußerung nicht strafbar ist und damit ein anderslautendes Urteil des Landgerichts Essen kassiert (wir berichteten). Hauer hat angekündigt, das Urteil anzufechten. Inzwischen liegt die schriftliche Urteilsbegründung vo

Der Kernsatz: „Denn in der konkreten Situation, in der diese Äußerung gefallen ist, war sie durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz) gedeckt.” Auch wenn durch den Begriff „Nazi” eine derart bezeichnete Person in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht betroffen werde, gebühre dem Recht auf die freie Meinungsäußerung der Vorrang, so das OLG unter Verweis auf Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes.

Der konkrete Zusammenhang der „Nazi”-Äußerung – die Demo gegen Pro NRW – lege die Deutung nahe, so das OLG, dass öffentlich auf Bezüge aufmerksam gemacht werden sollte, die jedenfalls aus Sicht Meyers zwischen dem NS-Gedankengut und den Positionen Hauers beziehungsweise den Positionen von Pro GE und Pro NRW bestünden.

Kevin Gareth Hauer ist also doch ein Nazi? Wie auch immer, in Gelsenkirchen jedenfalls bekommt er jede Menge Gegenwind von verschiedenen Stellen. Weil das so ist, werden Informationsstände oder Verteilungsaktionen von Info-Material im Vorfeld nicht angekündigt. Eigentlich ist es ja so, dass jede “demokratische” Partei dies tut, man sucht ja schließlich auch den Austausch mit den Bürgern dieser Stadt. Das Hauer aber davon nicht viel hält, verschweigt er solche Termine und muss sich somit auch nicht mit seinen Kritikern auseinandersetzen!

Aber will der Mann, der noch zu Republikaner-Zeiten mal sagte, er würde gerne  “sämtliche multikulturelle Projekte streichen” nicht auch Oberbürgermeister in Gelsenkirchen werden? Doch, das will er. Wir sollen also einen Mann wählen, der sich, mehr oder weniger, vor der Öffentlichkeit versteckt und den wir dadurch kaum kennen? Wohl kaum! Und überhaupt, warum sollten wir einen demokratischen und äußerst netten Bürgermeister Frank Baranowski gegen einen “Braunen Biedermanni”  durch demokratische Wahlen ersetzen. Jahrzehntelange, politische Erfahrung tauschen gegen naives und braunes Gedankengut und so gut wie nicht vorhandene politische Erfahrung!? Und würden wir dadurch nicht auch unser Recht auf Persönlichkeitsentfaltung in Frieden und Freiheit verlieren, wenn wir zulassen, dass solche Parteien die Möglichkeit erhalten, unser Land mit zu regieren!?

Ich denke, wir würden! Denn sie sind gegen alles, was anders ist, egal ob es der Glauben ist, das Denken oder das Aussehen.

Jedoch tief in seinem Herzen weiß Kevin Gareth Hauer, dass er bei den Wahlen zum OB keine Chance hat und ich vermute, es ist auch nicht sein Ziel. Und wenn ich so etwas lese, muss ich schon fast wieder lachen:

Am 30.04.2009 hat die Mitgliederversammlung des Gelsenkirchener pro-NRW-Kreisverbandes die Direktkandidaten für die Wahlkreise 74 Gelsenkirchen I und 75 Gelsenkirchen II gewählt. Mehr als 40 Mitglieder hatten den Weg zur
Versammlung gefunden, um den beiden Direktkandidaten ihr Vertrauen auszusprechen.

Vierzig Mitglieder, und das bei einer Wahl zum Direktkandidaten, das ist alles? Auch die Aussage, dass genau zu dieser Wahlveranstaltung zahlreiche interessierte Bürger aus Gelsenkirchen und aus dem Ruhrgebiet anwesend waren, um sich den von Pro-Köln Produzierten “Anti-Islamisierungsfilm” anzuschauen, halte ich eher für eine “Behauptung”. Denn die Veranstaltung war nicht angekündigt und es wäre mir neu, wenn Versammlungen von Pro-NRW in Gelsenkirchen öffentlich wären [Auch wenn man weiß, wo sie stattfinden!]

Die ganze Truppe um K.G. Hauer sieht so aus [Stand: August 2008] Stefanie Wohlfarth (Mitte), Christian Schaaf (Nord), Marlies Hauer (Süd) und Timo Bachmeier (Ost) . S. Wohlfarth ist wohl die Verlobte von K.G. Hauer, Marlies dann wahrscheinlich die Mutter [Ehemals Republikaner]. Na, das ist ja fast ein Familienbetrieb. Zur Vollständigkeit sei noch Manuela Gelhard erwähnt, zumindest wird sie im Kommunalwahl-Programm erwähnt.

Links dazu:

http://www.gelsenkirchen.de/Leben_in_GE/Pressestelle/Demokratische_Initiative.asp

http://www.springerlink.com/content/h5t1685578158p30/

http://www.jusos-ge.de/dateien/flyerantiproge.pdf

http://hometown-glory.de/2008/12/05/erklaerungen-der-parteien-und-politiker-zu-pro-gelsenkirchen/

http://hometown-glory.de/2009/04/27/sieg-gegen-pro-nrw/

http://www.ruhrbarone.de/pro-gelsenkirchen-zum-gluck-ist-es-hauer/

http://dennis.initiative-links.com/2008/06/18/politisch/pro-gelsenkirchen-flippt-aus/

http://npd-blog.info/2007/09/14/nrw-offenbar-treffen-zwischen-npd-und-pro-koln/

http://www.welt.de/wams_print/article3665914/Aussen-Buerger-innen-braun.html

http://www.schokofront.de.tl/

kgh31

Sorry, keine Kommentare erlaubt für diesen Artikel, nur Trackbacks und Pingbacks! Du kannst aber eine eMail senden, wenn Du was zu sagen hast!

Dein Name (Pflichtfeld)

Deine Email (Pflichtfeld)

Betreff

Deine Nachricht

captcha Captcha eingeben